Der EURO, die Spekulanten und das Aufbegehren der Politik

Montag, 10. Mai 2010

EU beschließt Multi-Milliarden-Stütze für den Euro

- so titelt Spiegel Online heute und veröffentlicht im Artikel weiter:

Die EU hat sich auf ein beispielloses Rettungspaket geeinigt: Ein bis zu 750 Milliarden Euro schwerer Fonds für Euro-Wackelkandidaten soll Spekulanten abschrecken und die Währung schützen. Die Finanzminister beschlossen das Paket in einer dramatischen Nachtsitzung, die Börse Tokio reagiert positiv.

Der Ansatz ist gut, da die Politik hiermit ihren unbedingten Willen kundtut, den Euro um jeden Preis verteidigen zu wollen.

Stellt sich nur die Frage, wie hoch dieser Preis sein wird und ob die Euro-Länder (allen voran, klar, Deutschland…) diesen wirklich zahlen können.

Oftmals habe ich bei Interventionsversuchen der Politik den Eindruck einer – in Analogie zum Terrorvokabular – asymetrischen Auseinandersetzung: Auf der einen Seite die ausgebufften Profis der Geldanlage, die mit Wetten auf Ereignis X einen großen Hebel in der Hand halten – und auf der anderen Seite ehemalige Lehrer, Anwälte etc., die im Politikeramt versuchen, den Zockern Einhalt zu gebieten.

Hmm. Je länger ich darüber nachdenke, wer sich da gegen wen stemmt, umso weniger optimistisch bin ich ;-)

Spass beiseite: Eigentlich müsste die Politik vielleicht mal die ihnen nicht genehmen Instrumente des Kapitalmarkts verbieten, um solche Wetten auf den Absturz des Euros zu verhindern. Nun gut, betrachten wir aber heute erstmal das, was es aktuell geben soll – nämlich einen riesigen Hilfsfonds für den Euro.

Das kann schlecht nicht sein für den Euro, das kann schlecht nicht sein für die Banken (die ja wegen der Griechenland Krise immens unter Druck geraten waren). Also, was tut man?

Ich für meinen Teil habe heute vormittag mein unter Druck geratenes Paket Commerzbank Aktien leicht aufgestockt (aber, nicht vergessen: Stets nur mit Spielgeld operieren, siehe Anlagestrategie!).

So ist durch den Cost-Average-Effekt schonmal der Durchschnittspreis meiner Commerzbank Aktien leicht gesenkt worden, ferner ist der aktuelle Kurs (5,706 EUR) eh ein guter Zeitpunkt zum Einstieg.

Viel Spass in dieser turbulenten Börsenwoche!

Einstieg bei Heidelberger Druckmaschinen AG (DE0007314007)

Mittwoch, 13. Januar 2010

Wenn man sich dieses Chart anschaut, kann man m.E. ganz unterschiedliche Wahrnehmungen haben (zwischen “Finger weg” und “oh, das ist interessant”). Ich tendiere zu letztgenannter Wahrnehmung :-)

Quelle: FTD.de

Quelle: FTD.de

Die Firma Heidelberger Druckmaschinen war so viele Jahre der absolute Branchenprimus wenn es um hochwertigen Offsetdruck ging, dass man sich ein endgültiges Scheitern kaum vorstellen kann. Kaum eine gute Druckerei in Deutschland oder in der Welt kommt ohne die Produkte des deutschen Maschinenbauers aus.

Kostete die Aktie (DE0007314007) 2007/2008 noch knapp 42 EUR, notiert sie aktuell (trotz einer bereits erfolgten kleineren Erholung, sie kommt von gut 2 EUR!) bei ca. 5,70 EUR.

Das müsste nach meinem Gefühl noch immer ein günstiger Einstieg sein – allerdings erwarte ich, dass ein langer Atem notwendig sein wird. Eine Erholung und somit ein nennenswerter Anstieg wird von mir in frühestens 8-12 Monaten erhofft. Wenn es länger dauert, dauert es eben länger.

Habe soeben eine kleine Kauforder erteilt. Ich werde berichten, wie es sich entwickelt…

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