Linktipp: Psychologie bei Aktien & Geldanlage

Samstag, 17. April 2010

Hier ein kurzer Link- bzw. Lesetipp: Auf Spiegel Online gibt es einen sehr lesenswerten Artikel zur Psychologie bei der Geldanlage.

Der Autor beschreibt all das, was eigentlich jeder weiss – aber da jeder auch stets in Gefahr ist, das alles zu vergessen, sollte man sich das immer wieder vor Augen führen ;-)

Nur zwei Zitate als Appetitanreger:

Bei der verhaltensorientierten Finanzmarktanalyse (Behavioral Finance) geht es nicht nur um Gier und Angst, sondern auch um eigene Erwartungen, die sich mit dem scheinbar mühelosen Erfolg des Nachbarn verändern. “Entgangene Gewinne werden fast wie Verluste empfunden”, sagt Goldberg: Man hätte die 40 Prozent Gewinn ja auch einstreichen können – wenn man nur rechtzeitig eingestiegen wäre.

Für das Anlageverhalten bedeutet das: Wer in den Aktienmarkt eingestiegen ist, tendiert häufig dazu, Gewinne zu sichern und zu früh auszusteigen. Wer dagegen der aktuellen Rally am Aktienmarkt hinterherläuft, tendiert irgendwann dazu, Risiken auszublenden – weil er nicht abgehängt werden will.

Das Problem: Niemand kauft gern auf einem 18-Monats-Hoch. Es bedeutet, sich einzugestehen, dass man während der vergangenen Monate viele Chancen verpasst hat – und beim nächsten Rücksetzer zu den Ersten gehört, deren Depot ins Minus rutscht.

“Regret Aversion” nennen Vertreter der Behavioral-Finance-Lehre dieses Phänomen. Weil niemand Entscheidungen später bereuen möchte, wartet man lieber auf den nächsten Rücksetzer. Und wartet. Und wartet. Während der Markt weiter davonläuft.

Wie eingangs bemerkt: Keine der Aussagen (wohl vielleichta aber der wissenschaftliche Unterbau) des Artikels sollte einem Anleger fremd sein, der sich ein Stück Realismus und Nüchternheit bewahrt hat (zumindest hoffe ich das für die Leser!). Dennoch hilft es dabei, sich selbst zu erden…

Linktipp: Die Börsenfrau

Sonntag, 21. Februar 2010

Wenn man sich durch die Blogrolls der bevorzugten Blogs durchklickt, findet man auf jeden Fall mehr spannende Blogs und Artikel als bei jeder Google Suche:

Gerade bin ich auf das Blog “Die Börsenfrau” (Link) gestoßen – und dort möchte ich meinen Lesern einen Artikel besonders empfehlen:

Meine eigene Anlagestrategie ist ja – grob verkürzt, wie folgt zu beschreiben: (Originaltext hier)

(…) irgendwo “zwischen langweilig und spekulativ” (…)

(…) Ich investiere ja nur sehr kleine Beträge, d.h. das ganze lohnt sich nur bei Aktien, die eine starke Kurssteigerung schaffen können (…)

(…) ich setze vor allem auf die “Verlierer” setze, auf sogenannte “Penny Stocks” (…)

(…) Ich setze tendentiell auf Werte, bei denen ich annehme, dass sie wohl noch ein paar Jahre existieren werden. Das ist unabdingbar, wenn die erhoffte Steigerung des Aktienkurses länger auf sich warten lässt als gedacht (…)

(…) Alle Geldanlagen erfolgen mit “Spielgeld” – d.h. mit Beträgen, die im Falle des Verlusts nicht allzu sehr schmerzen (…)

(…) es dreht sich also bei mir um kleine Geldbeträge (…)

…und wenn man das gut findet, dann sollte man den Artikel bei der Börsenfrau lesen. Dieser enthält u.a. folgendes Fazit bzw. folgende Empfehlung:

Kaufen Sie Aktien bzw. kaufen Sie zusätzliche Anteile dann, wenn das Unternehmen mehr wert ist als Mr. Markets angebotener Preis. Verkaufen Sie dann, wenn Mr. Market einen besseren Preis bietet, als Sie errechnet haben. Treffen Sie Ihre Entscheidungen unabhängig davon, welche Laune Mr. Market gerade hat. Aber nutzen Sie Mr. Markets Launen zu Ihren Gunsten.

Quelle: http://www.dieboersenfrau.com/blog/grundlagen/value-investing/warren-buffetts-quiz

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